1937 entstand die Westpfarrei mit den Gebieten Friedlingen, Leopoldshöhe und Otterbach, jedoch zunächst ohne eigene Kirche. Erst nach dem Krieg und der Währungsreform 1948 konnte man an die Planung einer Kirche gehen. Am 01.07.1956 war es soweit, die Johanneskirche konnte in Dienst genommen werden.
Entgegen der ursprünglichen Planung vor dem 2. Weltkrieg entstand jedoch lediglich eine kleine Kirche mit angebautem Gemeindesaal und separatem Pfarrhaus. Der Kirchturm steht auch heute noch etwas abgerückt von der Kirche, weil damals davon ausgegangen wurde, später eine größere Hauptkirche zu bauen.
Das Innere der saalartigen Kirche ist betont einfach. In der Mitte des Altarraumes fällt der ganz aus Holz gefertigte Altar ins Auge, darüber freihängend ein großes Kreuz, verkleidet mit Schieferplatten, links davon das Taufbecken, rechts die kleine hölzerne Kanzel.
Die großen Fenster wurden von Henry Mac Lean, Heidelberg, farbig gestaltet. In der Mitte leuchten der Abendmahlskelch und das Abendmahlsbrot stark auf. Ringsherum ist eine aufsteigende Reihe von Fischen zu sehen – die Buchstaben des griechischen Wortes „Fisch“ ergeben das altgriechische Bekenntnis: “Jesus Christus, Gottes Sohn, Heiland“. Das kleine, rechts oben im Altarraum liegende Fenster hat das Kreuz zur Mitte, um das sieben Kugeln auf Bahnen kreisen. Rote Flammen als Zeichen des Heiligen Geistes umgeben das Kreuz Christi.
Früher hat man die Kugeln als Planeten gedeutet. Aber eine genaue Analyse durch den ehemaligen Weiler Physiker und Theologen Dr. Christoph Wassermann hat ergeben, dass es sich um eine populäre Symbolisierung der Elektronen in einem Atom handeln muss.


1972 wurden die Kirche und das angrenzende Gemeindehaus renoviert. Das Gemeindehaus bekam einen Verbindungsbau zum Pfarrhaus.
In der Kirche wurden die alten Holzbänke zum größten Teil durch Holzstühle ersetzt.
1994 wurde die Kirche erneuet saniert. Eine Fußbodenheizung wurde installiert und das Dach und die Wand hinter dem Kreuz isoliert, der Altarraum von 3 Stufen auf 1 Stufe reduziert und die Sitzplätze mit Vitra-Stühlen Modell des Designers Philipp Stark bestückt.
In einem Wettbewerb trug der renommierte Künstler Rainhard Bombsch mit einer modernen Kanzel und dem Taufbecken zur Gestaltung des Altarraumes bei.
2019 wurde auch die Orgel generalüberholt.






